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Lehr- und Lernfilme zum Jollensegeln

Gerhard Müller, Gisela Müller-Plath

In der Reihe Jollensegeln – Interessante Aufgaben für bessere Bootsbeherrschung sind bisher drei Filme entstanden. Sie basieren auf Videoaufnahmen von Gerhard Müller am Fachbereich Sportwissenschaft der Universität Hamburg und wurden auf youtube veröffentlicht.

Film 1: Steuern mit dem Mannschaftsgewicht [1]

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Lupe [3]

Viele Segler glauben, nur mit Pinne und Schot könne man eine Jolle steuern. In diesem Film wird gezeigt, wie das Krängen mit dem Mannschaftsgewicht zum Steuern benutzt werden kann.

Geradeaus segeln, Kurven fahren, Wenden und Halsen, ohne die Pinne  zu benutzen oder die Schot zu verstellen, sind zu sehen.

Das Krängen der Jolle, das oft eher als zu meidende Lage  gesehen wird, steht hier in Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Aus dem Erkunden der Steuermöglichkeiten mit dem Mannschaftsgewicht kann dann auch ein Spiel mit dem Gleichgewicht, der Balance des Bootes, werden. Dafür wird die Pinne mittschiffs festgesetzt, und die Schoten kommen so in die Klemmen, dass die Jolle bei seitlichem / raumvorlichem Windeinfall noch gute Fahrt macht.

Wer bei Geradeausfahrt seine Jolle krängen lasst, der bremst sie zugleich, denn gekrängt will sie ja ständig eine Kurve fahren, und das ist nur durch ständiges bremsendes Ruderlegen zu vermeiden. Wer also so schnell wie möglich segeln will, der muß seine Jolle durch das Mannschaftsgewicht waagerecht halten. Erst wenn das bei mehr Wind nicht ausreicht, werden Schot und Pinne benutzt.

Wer bei allen Manövern die drei Steuerelemente Pinne, Schot und Mannschaftsgewicht nutzen kann, beherrscht seine Jolle besser. Eine verbesserte Bootsbeherrschung ist auch ein Gewinn an Sicherheit.

Letztlich gibt es im Film auch Hinweise zum Vermeiden von Schäden am Boot.

Mindestens mit einer Jolle, die nach einer Kenterung aufgerichtet und weitergesegelt werden kann, sollten auch das Kentern und Aufrichten erkundet werden.

© Hamburg, 2017

Autoren:

Gerhard Müller, ehemals FB Sportwissenschaft, Universität Hamburg. Kontakt: gm.lm@hamburg.de

Gisela Müller-Plath, FG Psychologie Neuer Medien und Methodenlehre, Technische Universität Berlin. Kontakt: gisela.mueller-plath@tu-berlin.de

Aufnahmen von Gerhard Müller an der Universität Hamburg 1992 - 2007.

Film2: Das Gleichgewicht mit Schot und Pinne regulieren [4]

[5]
Lupe [6]

Beim Jollensegeln wird das Boot zunächst durch das Mannschaftsgewicht im Gleichgewicht gehalten. Wenn das bei stärkerem oder böigem Wind nicht ausreicht, um die Jolle am Krängen zu hindern, muss das Gleichgewicht mit Schot und Pinne reguliert werden. In diesem Film wird gezeigt, wie Segler das vielfältig und spielerisch üben können, zunächst bei leichterem Wind. Wer es beherrscht, hat auch einen Gewinn an Sicherheit.

Das Regulieren des Gleichgewichts mit der Schot wird auf allen Kursen mit raumem Wind angewendet. Das Regulieren des Gleichgewichts mit der Pinne wird beim Segeln hoch am Wind angewendet. Denn wenn man hier die Schot fiert, verliert man Höhe.

Inhaltsangabe:

Zum Regulieren des Gleichgewichts mit der Schot werden gezeigt: Krängen der Jolle nach Lee, wieder aufrichten und Krängen nach Luv, jeweils nur mit der Großschot. Um deren Wirkung allein zu erkunden, bleiben die Sitzpositionen der Segler und die Fahrtrichtung fest.

Auch beim Regulieren des Gleichgewichts mit der Pinne bleiben zwei der drei Steuerelemente fest, diesmal Sitzpositionen der Segler und beide Schoten. So kann die Wirkung der Pinne allein gut erkundet werden. Die feste Sitzposition der Segler bedeutet hier, dass sie bei Krängung des Bootes nicht versuchen, entgegen der Krängungsbewegung des Bootes ihre Oberkörper aufrecht zu halten, sondern dieser folgen. Auch dies wird im Film gezeigt.

Um die Spielräume und Grenzen solcher Steuerhandlungen auszuloten, wird die Jolle immer wieder so hoch an den Wind gesteuert, dass einer oder beide Segler bis an das Wasser oder sogar in das Wasser gesenkt werden. Mit der Pinne werden sie dann auch wieder gehoben.

Je nach Windstärke, aber auch als eigener Übungszweck, steuert der Steuermann die Jolle von unterschiedlichen Sitzplätzen aus: Auf dem Tank und unten im Boot, in Luv und in Lee.

Letztlich gibt es im Film auch Hinweise, wie man die Krängungskraft des Bootes beim Jollensegeln so beeinflussen kann, dass das Üben in einem größeren Windstärkebereich möglich ist.

© Hamburg, 2017

Autoren:

Gerhard Müller, ehemals FB Sportwissenschaft, Universität Hamburg. Kontakt: gm.lm@hamburg.de

Gisela Müller-Plath, FG Psychologie und Methodenlehre, Technische Universität Berlin. Kontakt: gisela.mueller-plath@tu-berlin.de

Aufnahmen von Gerhard Müller an der Universität Hamburg 1992 – 2007 und an der Ecole Nationale de Voile (E.N.V.) in Quiberon, Frankreich.

Film 3: Halsen- nicht meiden, sondern üben! [7]

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Lupe [9]

Der Film zeigt vielfältige Möglichkeiten, eine Jolle mit voll gefierter Großschot zu halsen, auch für weniger geübte Segler.

Halsen ist ein Wenden vor dem Wind. Das Boot dreht mit dem Heck durch den Wind, und das Segel geht über auf den anderen Bug. Auf Kielyachten ist die sogenannte Blockhalse  üblich, bei der die Großschot durch die Blöcke dichtgeholt und nach dem Übergehen des Großsegels wieder aufgefiert wird. Sie wird in der Führerschein-Ausbildung oft auch  auf Jollen gelehrt. Gerade auf Jollen ist aber schon lange das Halsen mit voll gefierter Großschot beliebt, das einfacher und schneller geht. Dabei greift man auf dem Vorwindkurs in alle Parten der langen Großschottalje und holt das Segel mit der Hand über (Schotzug), oder man steuert so weit über den Vorwindkurs hinaus, bis das Großsegel übergeht (Übersteuern), oder man verbindet beides. Da das Übergehen des Großsegels bei allen Halsen eine Drehtendenz des Bootes bewirkt, muss diese besonders durch das Ruder ausgeglichen werden (Gegenruder, Stützruder).

Inhaltsangabe:

Der Film zeigt verschiedene Bootswege und Segler-Aktionen beim Halsen einer Zweimann-Jolle mit voll gefierter Schot. Die Segler fahren zum Üben meist eine Folge von Halsen in Schlangenform. Beim Übergang von einer Kurve in die nächste ergibt sich von selbst ein Gegenruder. Zu sehen ist auch die aktive Rolle des Vorschoters für das Gleichgewicht.

Im ersten Teil fahren die Segler Halsen mit unterschiedlichem Kurvenradius und bei unterschiedlicher Windstärke. Das voll gefierte Großsegel wird entweder durch Schotzug oder durch Übersteuern oder durch eine Kombination aus beidem hinübergebracht. Besonders gezeigt wird der Platzwechsel im Boot mit Handwechsel an Schot und Pinne, was in Lehrbuch-Bildreihen selten zu sehen ist.

Der zweite Teil zeigt einfache Lernsituationen für weniger geübte Segler. Hand- und Platzwechsel finden zunächst nicht statt. Dann steigen die Anforderungen an Bootsbeherrschung und Raumorientierung. 

Im dritten Teil sind weitere Möglichkeiten des Halsens mit gefierter Schot zu sehen.

Weiterhin gibt es im Film Hinweise zu Ausstattung und Trimm des Bootes, um sicherer üben zu können. Allgemein hilfreich sind zudem Windbändsel an den Wanten und ein Verklicker, die die Windrichtung anzeigen, sowie eine Reffmöglichkeit des Großsegels, um auch mit geringerem Winddruck segeln zu können. Da heute fast alle Jollen ohne eine solche gebaut werden, kann ein Segelmacher nachträglich das Großsegel mit einem Bindereff versehen.

© Hamburg, 2018

Autoren:

Gerhard Müller, ehemals FB Sportwissenschaft, Universität Hamburg. Kontakt: gm.lm@hamburg.de

Gisela Müller-Plath, FG Psychologie neuer Medien und Methodenlehre, Technische Universität Berlin. Kontakt: gisela.mueller-plath@tu-berlin.de

Aufnahmen von Gerhard Müller an der Universität Hamburg 1992 – 2007.

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